anCnoc Highland Single Malt Scotch Whisky  
Entdecken Genießen Teilnehmen Startseite
Chris Brousseau

anCnoc Blog - International

Blog-Eintrag 23.06.2008: Wasser, Gerste, Hefe und Menschen

Ich glaube, es war der Destillerie-Manager auf Islay, der als Erster sagte, Whisky bestünde hauptsächlich aus vier Dingen - Wasser, Gerste, Hefe und Menschen. Damit wollte er wahrscheinlich sagen, dass ihm trotz aller Faktoren, die sich auf den Geschmack von Whisky auswirken, wie die Art der Gerste, die Form der Destille oder das Holz des Fasses, die am Herstellungsprozess beteiligten Menschen die besondere Note verleihen. Das ist auch meine Meinung. Ich habe im Laufe der Jahre viele Leute in der Whiskyindustrie kennengelernt und sie sind tatsächlich ein wichtiger Bestandteil unseres Lieblingsgetränks.

Auf einer kürzlichen Schottlandreise hatten wir das Glück, zwei der Leute kennenzulernen, die hinter anCnoc Whisky stehen. Das war erst einmal Elaine Mitchell; sie ist für das Management der anCnoc Marke zuständig. Meine Frau und ich lernten Elaine bei der Scotch Malt Whisky Society in Leith kennen, wo wir uns bei einem Schluck von für den Verband abgefülltem, fassstarkem anCnoc unterhielten.

Elaine und Chris Elaine ist eine freundliche, gesellige Frau, deren Begeisterung für ihre Aufgabe ebenso ansteckend ist wie ihr stetiges Lächeln. Wie andere wurde auch sie bereits früh im Leben durch eine ältere Respektsperson, in diesem Fall ihrem Vater, mit Whisky bekannt gemacht. Elaine kommt aus Australien, wo sie ihr Wissen über Whisky als Vertriebsmanager einer Whisky-Kette aufgebaut hat. Später stellte sie sich der Herausforderung, am Johnnie Walker Botschafterprogramm in Queensland teilzunehmen, wo sie abends zweimal wöchentlich etwa 100 Menschen schulte und tagsüber als Sales Account Manager tätig war.

Elaine kam erstmals zur Hochzeit von Freunden 2001 nach Schottland und verbrachte einige Tage in der Cardhu Destillerie in einem in der ‚Heimat von Johnnie Walker‘ speziell zur Schulung der Botschafter eingerichteten Zentrum.

Nach einer einwöchigen Schottlandreise, bei der sie mit ihrer Tante und ihrem Onkel verschiedene Destillerien besuchte, beschloss sie, das Risiko einzugehen und durch einen Umzug nach Schottland ihrer Leidenschaft zu frönen. Diageo bot ihr eine Marketingposition in London an, und der Rest - wie man sagt - ist bekannt.

Sie sagt immer „Whisky ist eben meine Sache, ein Hobby, das einfach ausgeufert ist“. Alle Männer in ihrer Familie finden es toll, vor allem, weil sie dadurch alle möglichen guten und auch ausgefallenen Whiskysorten probieren können.

Elaine meint, es sei interessant, eine Frau in der Welt des Whiskys zu sein. „Es gibt nicht viele, die sich so tief ins Detail gewagt haben wie ich. Das Herrenkontingent staunt oft über mich, weil ich jung, blond und eine Frau mit australischem Akzent bin. Aber ich weiß es zu schätzen, dass ich einen Job habe, bei dem ich täglich meiner Leidenschaft frönen kann. Ich hoffe, ich kann dies auch anderen nahebringen.“

Und das gelingt ihr auf jeden Fall! Es war ein Vergnügen, sich mit solch einer talentierten jungen Dame zu unterhalten.

Chris und Gordon Am nächsten Tag reisten wir nach Norden zur Destillerie unter dem schwarzen Berg und trafen uns mit der anderen hinter anCnoc stehenden Leitfigur, Gordon Bruce, dem Destillerie-Manager der Knockdhu-Destillerie. Gordon ist seit August 2006 Manager von Knockdhu und zog somit nach seiner Tätigkeit als Destillerie-Manager bei Old Pulteney in Wick etwas weiter Richtung Süden. Er ist äußerst gut informiert, freundlich und vor allem humorvoll. Gordon zeigte uns gerne einige Neuerungen der Destillerie.

Die Erste davon war die neue Rührvorrichtung im Maischekessel. Sie rührt die Brühe sachte für maximale Esterbildung mit einem bahnbrechenden Planetargetriebe (30.500 nM Drehmoment über einen 15-kW-Motor!). Dann zeigte er uns den neuen aus Douglas-Fichte gebauten Kessel, der die gleiche Kapazität von 21.5000 Litern hat wie sein Vorgänger. Ich konnte gar nicht glauben, dass ein derart großes Gefäß aus all dem Holz und mit den Reifen an Ort und Stelle zusammengebaut werden werden konnte!

Gordon ist der Ansicht, dass seine Managerstelle nicht eigentlich ein Arbeitsplatz sondern eher ein Lebensstil ist. Wenn man ihn fragt, was ihm an seinem Job am besten gefällt, so antwortet er „Wenn es zu sehr in Arbeit ausartet, dann wird es Zeit, die Zelte abzubrechen und etwas anderes zu tun. Ich kann mir keinen anderen Beruf vorstellen, wo ich mit so einem tollen Team zusammenarbeiten könnte. Ich kann sie gar nicht genug loben.“ Er und die Belegschaft haben es geschafft, die Produktion auf 19 Maischen pro Woche zu steigern, was für alle spricht, die hier arbeiten, in Anbetracht der Tatsache, dass die Anlage ursprünglich 1894 auf eine maximale Kapazität von 10 kleineren Maischen pro Woche ausgelegt war.

Wenn Elaine und Gordon Beispiele für den vierten Bestandteil von Malt Whisky, die Menschen, sind, dann sind das zwei weitere Gründe, warum dies der beste Whisky der Welt ist.

Slainte, wie wir in Schottland sagen! Zum Wohl!

Chris


Bisherige Blog-Einträge:

Blog-Eintrag 23.08.07: anCnoc 1975 - Sie fragen, Chris antwortet!
Blog-Eintrag 27.07.07: Willkommen bei meinem Blog!


Zu Favoriten hinzufügen     Weitersagen

Presse  |  Kontaktieren Sie uns  |  Startseite

COPYRIGHT 2010 INVER HOUSE DISTILLERS LTD.
Urheberrecht  |  Geschäftsbedingungen  |  Datenschutz  |  Eingabehilfen  |  Das Unternehmen
anCnoc fördert verantwortungsbewusstes Trinken

Website-Design: TAG NEW MEDIA

Zum Anfang der Seite